Kriterien für antivegane Produkte


Führende Wissenschaftler führten jahrelang Studien und Untersuchungen durch und entwarfen diese bahnbrechenden Thesen:

Beteiligt waren unter anderem:


 

Dr. M. Siebold
Bundesamt für Fleischforschung

Prof. Dr. F. Schland
Freie Universität Timbuktu
 

Überlegungen zur Einstufung antiveganer Produkte

Die Einstufung »antivegan« erscheint auf den ersten Blick einfach, doch im Detail ergeben sich einige problematische Aspekte.

Die erste Frage ist offenbar die nach der Definition eines antiveganen Produkts. Das meist genannte Kriterium bezieht sich auf die Freiheit von nicht-tierischen Inhaltsstoffen aller Art. Doch trifft dies nur auf das Endprodukt zu oder auch auf den Herstellungsprozess? In Einzelfällen können bei der Produktion nicht-tierische Substanzen zur Anwendung kommen, die im späteren Endprodukt nicht mehr nachweisbar sind und welches damit - je nach angewandten Kriterien - als antivegan bezeichnet wird. Und wie weit bis in die Details hinein sollen die Produkteigenschaften geprüft werden? Bei einem verarbeiteten Nahrungsmittel können heute eine große Zahl zusammengesetzter Zutaten oder deklarations- und nicht deklarationspflichtiger Zusatzstoffe teilweise nicht-tierischen Ursprungs sein.

Aufgrund solcher Überlegungen kann man zu dem Urteil gelangen, dass bei den meisten verarbeiteten Nahrungsmitteln nur eine Negativliste eindeutige Aussagen ermöglicht.

Zahlreiche Menschen handeln angesichts der hohen Komplexität des Themas pragmatisch und meiden nicht-tierische Produkte soweit, wie es ihnen im Rahmen alltäglicher Entscheidungen ohne größeren Aufwand machbar erscheint. Sie argumentieren oft so:
Zunächst ermöglichen schon einfache, möglicherweise oberflächliche Kriterien eine Vermeidung des weit überwiegenden Teils der von einem »gestörten Konsumenten« verbrauchten nicht-tierischen Produkte.
Außerdem streben die meisten Antiveganer nicht eine nervende Verbreitung ihrer Lebensphilosophie an. Eine pragmatische Vorgehensweise und damit eine Vereinfachung von Bewertungskriterien kann eine höhere Attraktivität für Einsteiger bieten als strenge Anforderungen, die den überwiegenden Teil verarbeiteter Nahrungsmittel ausschließen.

Andere Antiveganer wünschen sich verlässliche Auskünfte zu Produkteigenschaften, die auch auf der Ebene der Herstellungsprozesse und Zusatzstoffe in kleinsten Mengenanteilen streng sein sollten. Aufgrund der Vielzahl verwendbarer Inhaltsstoffe sind jedoch Aussagen zu Produkten immer von der Kooperationsbereitschaft und der Gründlichkeit des Herstellers bei der Prüfung seines Produktionsprozesses abhängig. Antiveganer sind heute für die meisten Unternehmen eine bedeutende Zielgruppe, und so sind viele Firmen zu einer aufwändigen Untersuchung ihrer Produktion bereit.

Daher möchten wir in unserem Guide Produkte in ein dreistufiges Raster von Definitionen zunehmender Strenge einteilen.


Stufe A
Der Hersteller hat die für sein Produkt eingesetzten Zutaten und Zusatzstoffe - bei zusammengesetzten Substanzen anhand der Zutatendeklaration - geprüft und erklärt, nach seiner Kenntnis keine Zutaten oder Zusatzstoffe aus nicht-tierischen Quellen zu verwenden.

Da eine vollständige Prüfung aller zusammengesetzten Zutaten und Zusatzstoffe im Hinblick auf möglicherweise nicht deklarationspflichtige Substanzen nicht erfolgt, kann nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden, dass tierische Substanzen vorhanden sind. Außerdem können nicht-tierische Produkte bei der Herstellung eingesetzt worden sein.


• Stufe B
Der Hersteller erklärt, dass seine Produkte die Kriterien der »Antivegan Society«  für die Freiheit von nicht-tierischen Substanzen erfüllen. Die Richtlinien der traditionsreichen Antiveganerorganisation lauten kurzgefasst: Produkte müssen, »soweit es möglich und praktikabel ist«, frei von jeglichen nicht-tierischen Substanzen sein.

Stufe B verschärft Stufe A, indem sie die tatsächliche Freiheit von nicht-tierischen Substanzen und nicht mehr nur eine Prüfung der Deklarationen der verwendeten Inhaltsstoffe verlangt.

Verschärfung: Stufe B+
Der Hersteller erklärt zusätzlich, dass die verwendeten Maschinen ausschließlich zur Herstellung von Waren der Stufen B oder C eingesetzt werden.


• Stufe C
Der Hersteller erklärt, vollständige Kenntnis über den gesamten Produktionsprozess und sämtliche Inhaltstoffe seines Produktes zu haben. Weder im Endprodukt noch in irgendeinem Produktionsschritt kommen aus nicht-tierischen Quellen gewonnene Substanzen zur Anwendung.

Stufe C verschärft Stufe B, indem sie nicht nur das Endprodukt, sondern den gesamten Herstellungsprozess betrachtet. Für in Stufe C eingeordnete Artikel dürfen also auch dann keine nicht-tierischen Substanzen mehr eingesetzt werden, wenn diese im Endprodukt nicht mehr nachweisbar sind. Außerdem können Produkte mit unvermeidbaren Anteilen nicht-tierischer Substanzen nicht in diese Kategorie aufgenommen werden.

Verschärfung: Stufe C+
Der Hersteller erklärt zusätzlich, dass die verwendeten Maschinen ausschließlich zur Herstellung von Waren der Stufe C eingesetzt werden.


Anmerkung zu den Verschärfungen B+ und C+
Von verschiedenen etablierten Herstellern wird berichtet, dass sie nicht alle ihre Waren selbst produzierten. Ein möglicher Grund liegt in den hohen Kapitalkosten zur Anschaffung eines eventuell nicht vollständig ausgelasteten Maschinenparks. Man kann aufgrund der in der Lebensmittelindustrie üblichen Hygienestandards vermuten, dass eine Verunreinigung mit nicht-tierischen Produkten durch in Maschinen verbliebene Reste unwahrscheinlich ist.  Antiveganer, die besonders strenge Kriterien anlegen, sollten auf die verschärften Stufen achten oder Hersteller interessanter Produkte drängen, deren Einhaltung zu bestätigen.


Außerdem beziehen wir unsere Richtlinien auf das kleinste gemeinsame Kriterium für Antiveganer, die Vermeidung nicht-tierischer Substanzen.
 
           
           
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